Seit fünfzig Jahren liegt die berühmte Viermastbark im Passathafen auf dem Priwall. Das stolze Wahrzeichen der Stadt wurde 1911 bei Blohm und Voss für die Reederei F. Laiesz gebaut und startete Ende des gleichen Jahres seine erste große Seereise um das Kap Horn nach Chile an.

Die Passat gehörte zur berühmten Flotte der Flying P-Liner und transportierte Getreide und Salpeter. Mit Höchstgeschwindigkeiten um 18 Knoten trotzte die Passat der aufkommenden Dampfschifffahrt.

Im Jahr 1957 geriet die Passat auf der Rückreise von Montevideo in schweren Sturm und konnte nur mit erheblichen Schäden den Hafen von Lissabon erreichen. Da das Schwesterschiff die Pamir unter ähnlichen Umständen gesunken war, wurde die Passat außer Dienst gestellt und 1959 von der Hansestadt Lübeck vor dem Abwracken gerettet.

Als Wahrzeichen der Stadt erhielt die Viermastbark ihren festen Liegeplatz an der Travemündung auf dem Priwall, wo sie, inzwischen unter Denkmalschutz gestellt, besichtigt werden kann. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums wurde eine Ausstellung zur Geschichte des berühmten Schiffes in der Geschichtswerkstatt Herrenwyk eingerichtet.

Das Museum befindet sich in der Kokerstraße in Lübeck und ist freitags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr und an den Wochenenden von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr göffnet.

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