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Route de Rhum Bericht bei Real sailing Yachtcharter Ostsee

Route du Rhum

HUGO BOSS erster IMOCA im Ziel und doch kein Sieger

Bei der am Sonntag, den 4.11. im bretonischen St. Malo gestarteten Einhand-Transatlantik-Regatta hat der britische Segelprofi Alex Thomson heute mit seiner HUGO BOSS als Erster der IMOCA-60-Fuß-Klasse die Zielline überquert. Dennoch war ihm nicht nach feiern zumute.

Noch in der vergangenen Nacht hatte es fast nach einem Start-Ziel-Sieg Thomsons über 3500 Meilen Rennstrecke ausgesehen. Abgesehen von einem kurzen Moment an der Sonne für den Hamburger Boris Hermann hatte es bis kurz vor dem Ziel kein einziger Skipper der versammelten französisch dominierten Hochsee-Elite geschafft, die Hugo Boss von der Spitze der IMOCA-Wertung zu verdrängen.

Kurz vor dem Ziel wurde der Weltöffentlichkeit die Härte dieses Einhand-Klassikers vor Augen geführt, als Alex Thomson in der Nacht zum Freitag völlig übernächtigt seinen ohrenbetäubenden Wecker überhörte, und statt die geplante Halse vom Land weg zu fahren, auf die Felsen von Guadeloupe rauschte. Um sein Schiff zu retten, startete der 44-jährige Skipper die Maschine, wofür er von der Jury mit einer 24-stündigen Zeitstrafe belegt wurde. Damit waren alle Hoffnungen auf einen Sieg der HUGO BOSS dahin.

Alles hatte danach ausgehen, dass der zweite der letzten Vendée Globe Einhandregatte um die Welt zum 40-jährigen Jubiläum der Route du Rhum den ersten großen Sieg seiner 20-jährigen Profikarriere feiern könnte.

Stattdessen stand er vor der versammelten Presse in Point-a-Pitre auf Guadeloupe und erklärte bescheiden, dass er „nicht verdient habe, dieses Rennen zu gewinnen“. Die Zeitstrafe akzeptierte Thomson als fair und wünschte sich, dass der zweitplatzierte Paul Meilhat die Route du Rhum gewinnen möge, weil er mit seinem alten Boot ohne Foils ein großartiges Rennen gesegelt habe.

Für Alex Thomson war dies das letzte Rennen mit seiner aktuellen HUGO BOSS, die ihr spektakuläres Potential leider nie mit einem Sieg beweisen konnte. Zur Saison 2019 dürfen wir gespannt die neue HUGO BOSS erwarten, mit der Alex Thomson dann sein neuntes Rennen um die Welt, die Vendée Globe 2020, endlich gewinnen will.