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Regattayacht im Ziel

Regattayacht im Ziel 

Peyron beendet das Märchen

Eigentlich hatte Loick Peyron es ganz anders geplant:

Seine 50. Atlantiküberquerung unter Segeln wollte er schon bei der letzten Route du Rhum auf ganz besondere Weise zelebrieren. Er hatte HAPPY, dass Schwesterschiff jener legendären OLYMPUS PHOTO gekauft, mit der Mike Birch die allererste Route du Rhum im Jahr 1978 gewonnen hatte.

Damit hatte Peyron nicht weniger als eine Zeitreise geplant: Mit Sextant und Aries Windfahne statt GPS, Routeing-Software und hochmodernem Autopiloten wollte er auf die frühe Leistung seines Mentors aufmerksam machen.

Bedingt durch die Verletzung ihres Skippers Armel le Cléach bat das Team des Maxi-Trimarans BANQUE POPULAIRE Peyron jedoch vor vier Jahren, für das Rennen einzuspringen und dieser tat, was man von ihm erwartete – er gewann das Rennen in Rekordzeit.

Dennoch war die Idee, mit dem quietschgelben kleinen Katamaran HAPPY seinem "Jedi-Meister" Birch auf der Route du Rhum Tribut zu zollen für Peyron nicht erledigt.

Gestern hat er sich diesen Traum mit vier Jahren Verspätung zum 40-jährigen Jubiläum der Route du Rhum erfüllt: 21 Tage auf See und 3542 Meilen vom bretonischen Saint-Malo ins karibische Guadeloupe liegen hinter ihm und Peyron gab zu, dass es auf dem kleinen Boot doch ganz schön lange gedauert habe und auch unerwartet hart gewesen sei. "Auf diesen kleinen Booten durchquert man viel mehr Wettersysteme. Ich musste durch fünf oder sechs Tiefs durch" gab er als Vierter seiner Klasse im Ziel in Point-a-Pitre zu Protokoll. Er sei "erleichtert, dass es vorbei ist".