Calendar

E Mail

 

 

 

Yachtcharter Ostsee Fehler vermeiden beim Ankern

Yachtcharter Ostsee - Diese Fehler können Sie vermeiden | Teil 2

Zu den Designmerkmalen einer modernen Segelyacht gehört ein vertikaler, oder gar negativer Vorsteven.

Um die Kette beim ankern von so einer Bugform frei zu halten, ist ein entsprechend langer Ankerbeschlag nötig.

Da dieser einen sehr langen Hebel darstellt, darf man den Anker nicht bei schräg weglaufender Kette aufholen. Sonst kann der Bugbeschlag unter ungünstigen Umständen verbiegen. Deshalb zeigt am besten ein Crewmitglied am Bug dem Steuermann die Richtung an, in der der Anker liegt.

Dieser motort langsam auf den Anker zu, während der Vorschiffmann die Lose in der Ankerkette aufholt.

Übrigens: Wer den Anker so bei laufendem Diesel aufholt, vermeidet auch, dass die Batterie der Ankerwinsch in die Knie geht.

Überhaupt gilt während jedes Törns: Batteriespannung im Auge behalten.

Besonders wer aufgrund längerer Nonstoptörns oder ausgiebiger Zeit vor Anker weder Landstrom noch Lichtmaschine nutzt, sollte große Verbraucher wie Kühlschrank oder Autopilot beobachten.

Fender werden am besten schon bei Ansteuerung des Hafens an der Reling befestigt, auf die richtige Höhe gehängt und dann wieder innenbords geholt. Denn spätestens nach dem ersten Fender, der am Dalben hängengeblieben eine Relingsstütze verbogen hat, ist klar:

Die Fender werden erst nach dem passieren der Dalben außenbords gehängt.

Rollanlage: Bei großen Einhandrennyachten ist es selbstverständlich, auf Fahrtenyachten leider nicht immer: Bei frischem Wind sollte man zum ausrollen des Vorsegels die Rollreffleine von der Winsch fieren, statt sie am Ende hart einrucken zu lassen. Beim einrollen des Vorsegels gilt es dagegen, immer leichten Zug auf der Schot halten. So vermeidet man Überläufer in der Rollreffleine.

Guter Standard: Die Genua auf tiefem Raumschotskurs bei möglichst geringem Segeldruck wegrollen.

Merke: Ein guter "Furl", das heißt ein sauberes Einrollmanöver, entscheidet nicht nur über Regattasiege, sondern auch darüber, ob die Genua den nächsten Starkwind im Hafen heil übersteht.

Also lieber einmal mehr aus- und einrollen, wenn das letzte Manöver nicht optimal lief und die Genuaschot noch zwei, drei Törns mit um das Segel rollen.

Toilette: Nach dem fatalen "Baum an den Kopf" ist das Überbordgehen beim pinkeln die zweithäufigste Todesursache unter (männlichen) Seglern.

Besonders bei Seegang gilt deshalb, besser die Toilette unter Deck benutzen. Wer jetzt an Seekrankheit denkt, sollte unseren Blogeintrag zum Thema "beidrehen" lesen. Klar ist also: Eine funktionierende Toilette ist nicht nur für die entspannte Stimmung in der Crew unabdingbar, sondern sogar sicherheitsrelevant. Damit sie immer funktioniert, sollte "nichts herein, was nicht durch den Menschen gegangen ist." Toilettenpapier, Feuchttücher, Hygieneprodukte: Dafür ist der Mülleimer da. Die Toilettenpumpe muss zudem leichtgängig sein.

Bei Widerstand das Seeventil überprüfen. Höchstwahrscheinlich ist es geschlossen.