Calendar

E Mail

 

 

Yachtcharter Ostsee Chartersteg in Burgtiefe

Yachtcharter Ostsee - diese Fehler können Sie vermeiden | Teil 1

Charterskipper und ihr Crews stellen sich einer besonderen Aufgabe.

Während Eignerpaare oft schon Jahrzehnte jeden Sommer auf Ihrer Yacht verbringen und Regattateams sommers wie winters regelmäßig zusammen trainieren, stehen Charterer meist einer für sie völlig neuen Yacht gegenüber.

Deshalb lohnt sich gute Vorbereitung und das lernen aus den Fehlern anderer, um den eigenen Urlaubstörn auf der Ostsee schadfrei genießen zu können.

Grundberührungen sind leider häufig und können den Törn gründlich vermiesen, nicht erst wenn die DGzRS die Yacht freischleppen muss. Neben einer guten Vorplanung des Tagestörns hilft ein regelmäßiger Kontrollblick auf den Tiefenmesser und das Wissen, ob dieser auf Tiefe unter Kiel, unter Wasserlinie oder unter Sensor eingestellt ist.

Ein Wort zum freischleppen:

Die Schleppleine darf beim anfahren des Schleppers nicht ruckartig steif kommen, sonst kann sie brechen, oder Beschläge aus dem Deck reißen.

Deshalb: Über die Vorschiffklampe bremsen und mit gebührendem Abstand(!) aus der Hand fahren, immer bereit, bei Überlast loszuwerfen.

Weniger dramatisch, aber leider auch häufig: Vor verlassen des Hafens wurde vergessen, die Luken zu schließen. Im besten Fall ist die darunter liegende Koje nass. Da salzwassergetränkte Textilien sehr schlecht trocknen, hilft hier das nachspülen mit Frischwasser und der Fall ist erledigt. Bleibt allerdings beim segeln eine Schot im geöffneten Luk hängen, wird dieses unter Last schnell aus dem Deck gerissen. Ist eine Leine eingeklemmt und ein Crewmitglied tritt auf das Luk, verzieht sich dieses. Im schlimmsten Fall kann es brechen. Der worst case ist natürlich, dass ein Crewmitglied beim segeln in ein geöffnetes Luk stürzt. Wichtig: Das betrifft vor allem die kleinen Luken der Achterkabinen zum Cockpit, in die man bei Krängung schnell herein tritt.

Auch wenn es bei niedrigen Steganlagen verlockend erscheint: Die Badeplattform muss beim anlegen immer oben bleiben. Klar. Warum ich das erwähne? Nun ja... Fazit: Die Scharniere der Badeplattform mögen keinen Kontakt mit der Pier. Anker nicht mit der Ankerwinsch herausbrechen. Wer schon immer mal wissen wollte, wann eigentlich die Sicherung an der Ankerwinsch kommt, kann das ja mal testen. Äh – nein! Gute Seemannschaft: Auf den Anker zu fahren, lose Kette aufholen. Durch den immer steileren Zugwinkel bricht der Anker aus dem Grund und kann aufgeholt werden.

Ganz wichtig: Den Anker niemals überfahren.

Dabei verbiegt meist der Schaft und der Anker ist ein Fall fürs Recycling.