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REAL Sailing

Mietvertragsbedingungen

1. Übergabe

Die Yacht wird dem Mieter (Charterer) sauber, segelklar, seetüchtig und vollgetankt übergeben. Kann die Yacht zu dem im Mietvertrag vereinbarten Termin nicht übergeben werden, aus Gründen die der Vermieter (Vercharterer) nicht zu vertreten hat, kann der Vermieter eine gleichwertige Ersatzyacht stellen. Schäden an Yacht und Ausrüstung, die die Seetüchtigkeit der Yacht nicht beinträchtigen und die Nutzung weiterhin ermöglichen, berechtigen nicht zur Minderung des Charterpreises oder zum Rücktritt. Zur Übergabe findet eine Einweisung und eine Überprüfung der Vollständigkeit von Ausrüstung und Inventar statt. Die Checkliste ist von beiden Parteien zu unterzeichnen.

2. Verspätete Übernahme

Kann die gebuchte Yacht zu dem in Chartervertrag vereinbarten Termin nicht übergeben werden (z.B. wegen Havarie, Seeuntüchtigkeit infolge Unfalles bei der Vorcharter etc.), so kann der Charterer frühestens ab 24 Stunden Verspätung bei voller Erstattung aller geleisteten Zahlungen von diesem Vertrag zurücktreten. Über die Chartergebühr hinausgehende Ersatzansprüche des Charterers sind grundsätzlich ausgeschlossen. Tritt der Charterer nicht vom Vertrag zurück, so behält er seinen Anspruch auf Minderung in Form einer Erstattung der anteiligen Chartergebühr für die Zeit, um die das Schiff später übergeben wurde.

3. Mietzahlung

Eine Anzahlung von einem Drittel der Chartergebühr ist unverzüglich nach Vertragsschluss fällig, ein weiteres Drittel ist 8 Wochen und der Restbetrag 4 Wochen vor Beginn der Charter fällig.

4. Kaution

Die vereinbarte Kaution ist in bar oder durch Visa- oder Mastercard vor Ort bei Charterbeginn oder per Überweisung bis eine Woche vor Charterbeginn zu hinterlegen. Die hinterlegte Kaution wird bei mangelfreier Rückgabe ggf. nach Kontrolle durch Taucher umgehend zurückerstattet.

5. Stornierung durch Mieter

Kann der Charterer die Charter nicht antreten, so informiert er unverzüglich schriftlich den Vercharterer. Gelingt eine vollwertige Ersatzcharter, werden die bis dahin geleisteten Zahlungen nach Abzug einer Bearbeitungsgebühr von € 125 zurückerstattet. Gelingt keine Ersatzcharter, hat der Charterer die folgenden Stornierungskosten zu tragen:

bei Stornierung der Charter früher als 8 Wochen vor Charterbeginn 50 % der Chartergebühr,

bei Stornierung der Charter weniger als 8 Wochen vor Charterbeginn 100 % der Chartergebühr.

Gelingt nur eine anteilige Ersatzcharter, werden die Stornokosten anteilig berechnet. Jede Vertragspartei hat das Recht einen von obigen prozentualen Pauschalen abweichenden Schadenersatz zu behaupten und zu belegen. Es wird der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung empfohlen.

6. Fahrtgebiet

Das Fahrtgebiet erstreckt sich auf die gesamte Ostsee. Außerhalb des vereinbarten Fahrtgebietes besteht kein Versicherungsschutz. Das Befahren des Guldborgsundes südlich von Nyköbing/Falster ist nicht gestattet.

7. Schiffsführung

Der Charterer bzw. der von ihm benannte Schiffsführer versichert,

im Besitz des amtlich vorgeschriebenen Befähigungsnachweises (SBF-See oder höher) sowie eines gültigen Funkbetriebszeugnisses (SRC oder höher) zu sein. Diese sind an Bord mitzuführen.

die nautischen und seemännischen Kenntnisse zum Befahren des vorgesehenen Seegebietes zu haben;

die Seemannschaft zu beherrschen und ausreichende Erfahrung in der Führung einer entsprechenden Yacht zu besitzen;

bei prognostizierter oder bestehender Windstärke über 7 Beaufort einen schützenden Hafen nicht zu verlassen;

die gesetzlichen Bestimmungen des Gastlandes zu beachten (siehe Hafenhandbuch) und Anmeldungen/Zahlungen beim Hafenmeister vorzunehmen;

keine nachhaltigen Veränderungen am Schiff oder an der Ausrüstung vorzunehmen;

keine Veränderungen an der Kalibrierung der Instrumente vorzunehmen;

Yacht und Ausrüstung pfleglich zu behandeln;

die Yacht nur mit Bordschuhen zu betreten;

den Schiffsmotor umsichtig und gem. Handbuch zu benutzen;

das Logbuch in der gesetzlich vorgesehenen Form zu führen und an Bord zu belassen;

nur nach schriftlicher Genehmigung durch den Vermieter an Regatten oder anderen sportlichen Wettkämpfen teilzunehmen;

Haustiere nur nach Rücksprache mitzubringen;

Segel vor dem Auslaufen selbst zu prüfen. Nachträglich festgestellte Schäden (außer Verschleiß wie z.B. offene Nähte) gehen zu Lasten des Charterers;

keine entgeltlichen Personen- oder Warentransporte durchzuführen;

nicht mehr Personen als zulässig an Bord zu nehmen;

die Yacht nicht Dritten zu überlassen;

im Falle der Havarie oder ähnlichen Fällen die Yacht immer mit der eigenen Leine abschleppen zu lassen und keine Vereinbarungen über Abschlepp- oder Bergungskosten zu treffen;

nicht andere Fahrzeuge zu schleppen, wenn kein Seenotfall vorliegt oder andere Rettungsmöglichkeiten bestehen.

8. Reparaturen / Schäden während des Törns

Die Reparatur von Schäden ist mit dem Vercharterer möglichst in Textform (mail, sms) abzustimmen. Ist dieser nicht erreichbar können Schäden durch normalen Materialverschleiß bis EUR 100,00 vom Charterer veranlasst werden. Diese Ausgaben werden vom Vercharterer bei Vorlage einer aussagekräftigen Quittung zurückerstattet. Ausgetauschte Teile sind aufzubewahren. Führen Reparaturen zu Unterbrechungen des Betriebes der Yacht stellen diese nur dann einen Grund zur Minderung dar, wenn die Unterbrechung 24 Stunden bei einer Charterdauer von einer Woche übersteigt. Bei längerer Charterdauer erhöht sich diese Frist auf 48 Stunden. Ist die Reparatur durch verschulden des Charterers entstanden, kann er auch bei längerer Reparaturdauer oder Ausfall keine Minderung verlangen. Der Ausfall von navigatorischen Hilfsmitteln während des Törns wie GPS-Navigator, Radar usw. stellt keinen Grund zur Minderung der Miete dar. Nur im Fall besonderer Gefahren ist die Inanspruchnahme fremder Hilfe ohne Rücksprache mit dem Vercharterer zulässig.

9. Versicherung und Selbstbeteiligung

Das Schiff ist vollkaskoversichert mit einer Selbstbeteiligung von EUR 1.000,00 (bei Regatten 2.000,00) für jedes Schadensereignis. Das Schiff ist haftpflichtversichert für Personen- und Sachschäden bis zu EUR 5.000.000,00. Die Selbstbeteiligung ist im Schadensfall vom Charterer zu tragen. Die Versicherung deckt nicht Schäden an durch den Charterer mitgeführten Gegenständen. Die Versicherungsbedingungen sind Bestandteil dieses Vertrages und können auf Wunsch angefordert werden. Eine Kopie der Versicherungspolice und -bedingungen befindet sich an Bord. 10. Schäden und Haftung Die vorgenannten Versicherungen führen zu keiner Haftungsfreistellung des Charterers für Schäden, die nicht von der Versicherung ersetzt werden, wie zum Beispiel Wertminderungen oder Einnahme-Ausfälle oder vorsätzlich herbeigeführte Schäden. Bei grober Fahrlässigkeit ist mit eingeschränkten Leistungen der Versicherung und damit mit (anteiliger) Inanspruchnahme des Charterers zu rechnen. Für Handlungen und Unterlassungen des Charterers, für die der Charterer von dritter Seite haftbar gemacht wird, hält der Charterer den Vercharterer von allen zivil- und strafrechtlichen Folgen, auch von allen Kosten der Rechtsverfolgungen im In- und Ausland, frei. Der Charterer führt die Yacht in eigener Verantwortung. Der Vercharterer haftet nicht für solche Schäden, die aus Ungenauigkeiten, Veränderungen oder Fehlern des zur Verfügung gestellten nautischen Hilfsmaterials wie z.B. Seekarten, Hafenhandbücher, Kompass, Radar, GPS-Navigator usw. verursacht werden. Der Charterer hat sich vor Törnbeginn über die Gegebenheiten des Fahrtgebietes eingehend zu informieren wie z.B. über Wassertiefen, Strömungen und veränderte Wassertiefen bei starken Winden. Schadensersatzansprüche des Charterers beschränken sich auf die Höhe der vereinbarten Chartergebühr, wenn der Vercharterer nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zu vertreten hat. Diese Einschränkung gilt nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

Der Abschluss einer erweiterten Skipperhaftpflichtversicherung und einer Folgeschadenversicherung wird empfohlen.

11. Rückgabe

Die Yacht wird nach Rückkehr im sauberen, aufgeklarten, vollgetankten Zustand zurückgegeben. Sollte die Yacht nicht vollgetankt sein, wird eine Tankpauschale von EUR 20,00 zuzüglich des verbrauchten Treibstoffs zu EUR 2,00 pro Liter berechnet. Das Unterwasserschiff wird nach der Rückgabe im Falle oder bei Verdacht eines Schadens zur Kontrolle abgetaucht. Das Schiff muss zur vorgeschriebenen Zeit zurückgegeben werden. Witterungseinflüsse berühren die Verpflichtung zur pünktlichen Rückgabe nicht. Der Charterer muss die Yacht deshalb in den letzten 24 Stunden vor Charterende in ausreichender Nähe zum Rückgabehafen halten. Verspätete Schiffsrückgabe führt zu Ersatzansprüchen seitens des Vercharterers. Bei schuldhaft durch den Charterer verspäteter Rückgabe am vereinbarten Rückgabetrag wird ab vereinbarter Rückgabezeit jede angefangene Stunde mit EUR 50,00 berechnet.

Der Charterer hat den Vercharterer unverzüglich über eine Verspätung zu benachrichtigen. Sollte der Törn an einem anderen Ort als dem Rückgabehafen beendet werden (müssen), so ist der Vercharterer unverzüglich zu benachrichtigen. Der Charterer hat für das Schiff zu sorgen oder durch qualifizierte Personen sorgen zu lassen, bis der Vercharterer das Schiff übernehmen kann. Die Charter endet erst mit dieser Übernahme. Bei einer durch den Charterer zu vertretenen Übernahme an einem anderen als dem vereinbarten Ort trägt der Charterer alle Kosten für die Rückführung der Yacht zu Wasser oder über Land. Der Vercharterer und der Charterer überprüfen bei der Rückgabe gemeinsam den Schiffszustand und die Vollständigkeit der Ausrüstung. Schäden am Schiff, die dessen Funktionstüchtigkeit nicht beeinträchtigen, sowie verlorene, beschädigte oder nicht mehr funktionsfähige Ausrüstungsgegenstände sind möglichst umgehend, spätestens bei Rückkehr sofort anzuzeigen. Die Haftung des Charterers für nicht angezeigte Verluste oder Schäden bleibt auch nach Rückgabe der Kaution bestehen. Der Charterer verwirkt Schadensersatzansprüche, deren Gründe oder Ursachen er nicht spätestens bei Schiffsrückgabe dem Vercharterer angezeigt hat.

12. Allgemeine Regelungen

Der Ölstand des Motors ist täglich zu überprüfen. Schäden, die durch Trockenlaufen des Motors oder Überhitzung durch mangelnde Kühlwasserzufuhr entstehen, sind in keinem Fall versichert und gehen zu Lasten des Charterers. Ebenso kann der Motor bei Schräglage unter Segeln über 10 Grad Krängung nicht benutzt werden, da der Motor dann kein Wasser und Öl bekommt. Bei Schäden, Kollisionen, Havarien, Verlust, Manövrierunfähigkeit, Beschlagnahmung oder Behinderung des Schiffes oder sonstigen außergewöhnlichen Vorkommnissen (z.B. Grundberührung), die die Funktionstüchtigkeit des Schiffes beeinträchtigen, ist der Vercharterer unverzüglich telefonisch und/oder per email zu informieren. Bei Schäden am Schiff oder an Personen fertigt der Charterer eine Niederschrift ggf. Fotos darüber an und sorgt für Gegenbestätigung (Hafenmeister, Arzt, Polizei, Zeugen). Der Charterer hat alles zu unternehmen, was den Schaden und seine Folgen (wie Ausfall usw.) mindert sowie in Absprache mit dem Vercharterer Reparaturen in Auftrag zu geben, zu dokumentieren, zu überwachen und in Vorlage zu treten. Lässt sich ein Schaden nicht vor Ort beheben, ist der Charterer verpflichtet, nach Abstimmung mit dem Vercharterer das Schiff vorzeitig zurückzuführen, wenn dies zumutbar ist. Auslagen werden vom Vercharterer gegen Quittungsvorlage erstattet und Ausfallzeiten, in denen der Charterer die Yacht nicht mehr nutzen kann, zurückerstattet, es sei denn, er hätte den Schaden selbst zu vertreten. Im Schadensfall ist der Charterer verpflichtet, dem Vercharterer und der Versicherung sämtliche Auskünfte zu einem möglichen Schadensfall zu erteilen. Ein schriftlicher Schadensbericht ist zusätzlich zum Logbucheintrag erforderlich.

13. Schlussbestimmungen

Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam oder nichtig sein oder werden, so wird davon die Gültigkeit des übrigen Inhalts des Vertrages nicht berührt. Für den Fall einer Nichtigkeit oder Unwirksamkeit einer Vertragsbestimmung verpflichten sich die Parteien, den nichtigen oder unwirksamen Teil des Vertrages durch wirksame Regelungen nach dem Sinn und Zweck des Vertrages zu ergänzen und alle hierfür notwendigen Erklärungen wechselseitig abzugeben. Für diesen Vertrag gilt deutsches Recht. Gerichtsstand ist der Heimathafen der gemieteten Yacht.