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Wir segeln in der Dänischen Südsee

Wir haben uns aus gutem Grund für Fehmarn an der Ostsee  als Startbasis für unseren Segeltörn entschieden, denn wir wollen in die Dänische Südsee segeln und haben dazu ein Schiff aus der real-sailing Charterflotte gechartert.

Die endgültige Entscheidung über die Route unseres Chartertörns wollen wir von der aktuellen Wetterlage abhängig machen, denn die zentrale Lage Fehmarns in der Ostsee ermöglicht sowohl den Start Richtung Norden, als auch nach Westen.

Nachdem die Schiffsübernahme unserer real-sailing Yacht ohne Probleme durchgeführt ist und alle Mitsegler eingetroffen sind, werden Gepäck und jede Menge Lebensmittel an Bord unseres Bootes verstaut.

Nun erklärt unser Skipper uns die wichtigsten Bordeinrichtungen unseres Charterschiffes, zeigt wo die Seeventile sind, das Gas abgesperrt wird, wie die Rettungswesten überprüft werden und welche Seekarten zuerst benötigt werden.

Anschließend gehen wir am Südstrand von Burgtiefe lecker Pizza essen und lassen unseren ersten Urlaubstag nach einem Strandspaziergang gemütlich im Cockpit des gecharterten Schiffes ausklingen. Am Samstag wollen wir früh los, um im Yachthafen Bagenkop auf Langeland einen guten Liegeplatz für unser Schiff zu finden.

Westwind um 4, ideale Bedingungen für uns und nach geglücktem Ableger in Burgtiefe geht‘s Richtung Fehmarnsundbrücke.

Ob das passt? Die Neulinge an Bord glauben nicht, dass die Brückendurchfahrt ohne Schäden am Schiff abgeht, doch wir wissen, dass unsere real-sailing Yacht hier passieren kann. Bald rauschen wir unter vollen Segeln Richtung Dänemark und setzen, nachdem wir den Kiel-Ostsee Weg passiert haben, die dänische Gastlandflagge.

 

Auf geht's in die Dänische Südsee

Nach einem schönen, ersten Segeltag erreichen wir Bagenkop auf der Westseite Langelands und finden längsseits einen schönen Liegeplatz im Päckchen. Nachdem unser Skipper den neuen Mitseglern erklärt hat, dass das Nachbarschiff möglichst auf leisen Sohlen über das Vorschiff passiert wird, um an Land zu kommen, steht einem Besuch der Eisdiele direkt am Steg nichts mehr im Weg.

Eis - das geht in Dänemark immer!

Später muss jedoch die Pantry doch noch in Betrieb genommen werden und eine unserer Mitseglerinnen hat ein tolles Rezept für die Nudelsoße zu unseren Spaghettis. Nach einem winzigen Schlückchen Rotwein lassen wir uns in unseren Kojen gemütlich in den Schlaf schaukeln.

Das richtige Urlaubsfeeling überkommt uns beim Frühstück am nächsten Morgen, mit dänischen Brötchen und frischem Obstsalat. Und auch ein tolles Stück frischen Lachs haben unsere Einkäufer für‘s Abendessen gleich mitgebracht.

Da der Wind etwas nördlich gedreht hat, müssen wir heute kreuzen, denn wir wollen an die Nordspitze von Aerö nach Soby. Trotz des nachlassenden Windes macht unser Schiff recht gute Fahrt und die Mannschaft macht es sich auf dem Vorschiff in der Sonne bequem.

Doch auch das Rudergehen macht heute richtig Spaß und die neuen Mitsegler freuen sich, dass sie die Yacht schon recht gut auf Kurs halten können. Die Wenden klappen, wie bei einer gut eingespielten Crew, immer besser.

Am Ende ist es aber doch recht spät geworden und wir freuen uns über einen der letzten freien Plätze für unser Schiff im Hafen von Soby. Der schöne Strand lädt zum Spazierengehen oder Baden ein, das Örtchen selbst ist jedoch recht überschaubar. Am Hafen genießen die Einheimischen ihr Feierabendbier und die kleinen Skipper freuen sich auf eine letzte Runde mit dem Beiboot. Wir genießen die Ruhe und schauen Ihnen zu.

Für den nächsten Tag steht nach einem Zwischenstop in Aerosköbing, Svendborg als Ziel auf unserem Plan. Der achterliche Wind lässt uns auch nur mit der Genua gut vorankommen, so dass wir die vorbeiziehende Landschaft genießen können. Ein Traum, hier zu wohnen und womöglich noch die eigene Yacht vor der Tür zu haben.

Die Märchenstadt Aerosköbing bezaubert uns mit den hübschen kleinen Häuschen und den bunten Gärten, hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Doch ganz stimmt das nicht, den Eisladen, den wir aus vielen Jahren in Aerö kannten, haben wir vergeblich gesucht. Leider können wir von den schönen Modellschiffen, die wir entdeckt haben, keines mitnehmen, doch das eine oder andere Souvenir wird hier erstanden, bevor wir genug vom Sightseeing haben und nach Svendborg weitersegeln.

Hier können wir direkt im Stadthafen festmachen, wenn man denn die Leine über den Poller bekommt. Na, manchmal braucht es eben drei Anläufe, bis es klappt. Doch dann liegen wir sicher und fest und können zum Stadtrundgang starten. Alte Stadthäuser neben modernem skandinavischem Design, hier findet man beides hyggelig beieinander. Schon fast zurück, suchen wir uns im Fischladen am Hafen noch unser Abendessen aus, diesmal soll‘s geräuchert sein und dazu gibt‘s Pellkartoffeln - wie einfach und so lecker.

Am nächsten Tag zeigt und ein Blick in die Seekarte, dass sich die Betonnung hier ändert und darauf müssen wir achten, denn außerhalb des Tonnenstrichs ist es flach - zu flach!

Auch der zweite Teil des Svendborgsunds zieht wie eine großartige Diashow mit tollen Bildern der Landschaft an uns vorbei. Fast könnte man vergessen, dass wir uns ja auch noch um unser Boot kümmern müssen, denn ein wenig fieren oder dichtholen der Segel muss schon sein. Richtig spektakuläre Segelmannöver der kreuzenden Entgegenkommer bekommen wir hier zu sehen, doch wenn wir den Sund verlassen, müssen auch wir die Segel dichtnehmen, denn unser Tagesziel Rudköbing ist nur auf Am Wind Kurs zu erreichen. Jetzt kommt noch mal richtig Segelfreude auf und viel zu schnell erreichen wir die Hafeneinfahrt von Rudköbing.

Dank der Hilfe eines freundlichen Stegnachbarn muss niemand auf den zwei Meter tiefer liegenden Steg springen und das Festmachen unseres Bootes ist ein Kinderspiel.

Da für den nächsten Tag nur wenig bis gar kein Wind angekündigt ist, entschließen wir uns für eine kurze Motorfahrt nach Marstal und genießen vormittags erst einmal einen Bummel durch den historischen Stadtkern und besuchen die alte Apotheke, ein kleines Museum in Rudköbing.

Dann geht‘s weiter durchs Morke Dyp mit seinem engen Fahrwasser bis Marstal mit seiner langen Seefahrertradition. Heute ist der Hafen jedoch bei Freizeitkapitänen überaus beliebt und die Liegeplätze für Charteryachten sind, wie so oft , bereits am frühen Nachmittag, gut belegt - super, dass wir rechtzeitig hier sind!

So beobachten wir das bunte Treiben im Hafen an diesem wunderschönen Sommertag. Kinder, die versuchen mit ihren Keschern Krebse und Fische zu fangen oder sich auf dem Spielplatz austoben, wärend auf dem Grill schon das Abendessen brutzelt.

Nach einem Spaziergang durch den Hafen und das kleine, malerische Örtchen, genießen wir den letzten Abend unseres Törns und freuen uns über einen weiteren, traumhaften Sonnenuntergang, kitschig, wie aus dem Bilderbuch. Nach dem Frühstück mit großem Resteessen machen wir uns am nächsten Morgen auf den Heimweg nach Burgtiefe, denn unser Segelurlaub geht leider zuende., schade.